2-fach Isolierglas
Wärmeschutz für die meisten Fenster
Der bewährte Standard beim Glastausch: zwei Scheiben, Edelgasfüllung, Low-E-Beschichtung.
- Ug typ. ~1,1 W/m²K
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Ideal für Altbau-Rahmen
Isolierglas nach Maß
Sicherheitsglas im Fenster schützt vor Einbruch, vor Verletzungen durch Scherben und vor Abstürzen an bodentiefen Verglasungen. Bei Fensterglaswerk tauschen Sie nur die Scheibe – nicht das ganze Fenster. Sie geben im Konfigurator Maße und gewünschten Glasaufbau (VSG oder ESG) ein, wir prüfen Einbausituation und Machbarkeit und melden uns mit einem passenden Angebot für Ihr neues Sicherheitsglas.
Der Begriff Sicherheitsglas fasst mehrere Glasarten zusammen, die im Bruchfall deutlich weniger gefährlich sind als normales Floatglas oder als eine gewöhnliche Isolierglasscheibe. Eine einfache Scheibe zerspringt in scharfkantige, teils große Stücke – bei einem Sicherheitsglas ist genau dieses Verhalten kontrolliert entschärft. Deshalb kommt Sicherheitsglas überall dort zum Einsatz, wo Menschen zu Schaden kommen könnten oder wo ein erhöhter Schutz vor Einbruch gewünscht ist.
Im Fenster steckt das Sicherheitsglas fast immer als Teil einer Isolierglaseinheit: Die schützende Scheibe wird mit einer oder mehreren weiteren Scheiben zu einem 2-fach- oder 3-fach-Aufbau kombiniert, damit gleichzeitig der Wärmeschutz stimmt. Meist sitzt das Sicherheitsglas auf der Raum- oder der Außenseite, je nachdem, ob Verletzungs-, Absturz- oder Einbruchschutz im Vordergrund steht. Welcher Aufbau in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt von der Einbausituation ab – das prüfen wir vor dem Angebot.
Ein häufiges Missverständnis vorweg: Sicherheitsglas ist nicht dasselbe wie „einbruchsicheres“ Glas. Kein Glas ist absolut einbruchsicher. Sicherheitsglas erhöht je nach Ausführung den Widerstand, verzögert einen Einbruchversuch und schützt Personen – eine hundertprozentige Garantie kann es aber grundsätzlich nicht geben.
Die beiden wichtigsten Sicherheitsgläser sind VSG (Verbundsicherheitsglas) und ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas). Sie funktionieren völlig unterschiedlich, werden oft verwechselt und lassen sich je nach Anforderung auch kombinieren.
ESG ist thermisch vorgespanntes Glas nach DIN EN 12150. Durch die Vorspannung ist es schlag- und temperaturbeständiger als normales Glas. Zerbricht es dennoch, zerfällt es in viele kleine, stumpfe Krümel statt in scharfe Splitter – das senkt das Verletzungsrisiko erheblich. ESG bietet aber keinen Resttragfähigkeit: Ist es gebrochen, ist die Öffnung frei. Für Einbruch- oder Absturzschutz allein reicht ESG deshalb in der Regel nicht.
VSG besteht aus zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine reißfeste Folie (PVB) dauerhaft verbunden sind (Grundlage DIN EN ISO 12543). Bricht das Glas, halten die Bruchstücke an der Folie – die Scheibe bleibt als Ganzes stehen, es entsteht keine offene Öffnung und niemand kann hindurchstürzen. Genau diese Resttragfähigkeit macht VSG zum Standard bei Absturzsicherung und Einbruchhemmung. Zudem wirkt VSG dämpfend und verbessert nebenbei oft den Schallschutz.
Für höhere Anforderungen wird VSG aus vorgespanntem Glas (ESG oder teilvorgespanntem TVG) hergestellt – so verbinden sich beide Vorteile. Welche Variante zu Ihrem Fenster passt, entscheidet die geplante Funktion und die Einbausituation.
| Eigenschaft | ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) | VSG (Verbundsicherheitsglas) |
|---|---|---|
| Aufbau | Eine thermisch vorgespannte Scheibe | Zwei o. mehr Scheiben + reißfeste Folie |
| Bruchverhalten | Zerfällt in kleine, stumpfe Krümel | Bruchstücke haften an der Folie, bleibt stehen |
| Verletzungsschutz | Gut (keine scharfen Splitter) | Sehr gut (bleibt geschlossen) |
| Resttragfähigkeit nach Bruch | Keine – Öffnung wird frei | Vorhanden – Scheibe hält zusammen |
| Absturzsicherung | In der Regel nicht ausreichend | Standard für absturzsichernde Verglasung |
| Einbruchhemmung | Kaum – zerfällt bei Durchschlag | Grundlage einbruchhemmender Verglasung |
| Schallschutz | Kein Zusatznutzen | Dämpfende Folie wirkt tendenziell günstig |
| Typischer Einsatz | Türen, Duschen, wo Bruch reine Verletzungsfrage ist | Bodentiefe Fenster, Einbruchschutz, Überkopf |
Wenn es um Einbruchschutz beim Fenster geht, zählt nicht nur das Glas, sondern das gesamte Bauteil aus Rahmen, Beschlägen und Verglasung. Fenster werden dafür nach DIN EN 1627 in Widerstandsklassen (RC = Resistance Class) eingeteilt. Für Wohnhäuser empfiehlt die Polizei in der Regel mindestens RC 2. Wichtig zu wissen: Die RC-Klasse gilt für das komplette geprüfte Fenster. Ein reiner Glastausch macht aus einem einfachen Fenster kein RC-2-Fenster, kann den Widerstand aber gezielt erhöhen.
Das passende Glas dazu ist durchwurf- oder durchbruchhemmendes VSG nach DIN EN 356. Es wird mit der Kennung „P“ und einer Ziffer plus Buchstabe beschrieben. Vereinfacht gilt: Für RC 2 ist meist eine Verglasung der Klasse P4A (durchwurfhemmend) vorgesehen, für RC 3 in der Regel P5A, für die hohen Klassen ab RC 4 durchbruchhemmendes Glas (P6B–P8B). Welche Kombination normativ zu einer bestimmten RC-Klasse gehört, hängt vom Gesamtaufbau ab – die endgültige Einstufung erfolgt immer über das Gesamtbauteil, nicht über das Glas allein.
Für die konkrete Einordnung Ihres Vorhabens und für Fragen zu Förderungen von Einbruchschutz lohnt der Blick auf offizielle Stellen. Die polizeiliche Beratung (K-EINBRUCH) und – je nach Programmstand – Förderungen über die KfW geben verlässliche, aktuelle Auskunft. Prüfen Sie Bedingungen und Beträge dort bitte zum jeweils aktuellen Stand, da sich Programme ändern.
Der häufigste Grund für Sicherheitsglas im Wohnbereich ist nicht der Einbrecher, sondern der Alltag: spielende Kinder, Stürze gegen die Scheibe, große Glasflächen bis zum Boden. Hier geht es um Verletzungsschutz und Absturzsicherung.
Beim Verletzungsschutz sorgt Sicherheitsglas dafür, dass eine berstende Scheibe niemanden schwer verletzt: ESG durch stumpfe Krümel, VSG durch das Zusammenhalten der Scherben. In Bereichen, in denen Menschen leicht gegen das Glas laufen oder fallen können – etwa bodentiefe Fenster, Glastüren oder Verglasungen in Kita, Schule und Treppenhaus – ist deshalb Sicherheitsglas üblich oder vorgeschrieben.
Beim Absturzschutz übernimmt die Scheibe zusätzlich die Aufgabe eines Geländers. Bei bodentiefen Fenstern und Verglasungen, hinter denen es tiefer hinuntergeht, muss die Scheibe einen anprallenden Menschen zurückhalten. Geregelt ist das über die Norm DIN 18008 (Bemessung und Konstruktion von Glas im Bauwesen, Teil 4 zu absturzsichernden Verglasungen; früher TRAV). In diesen Fällen ist praktisch immer VSG vorgeschrieben, weil es nach einem Bruch stehen bleibt und keine offene Absturzkante entsteht. Ob Ihr Fenster absturzsichernd ausgeführt sein muss, hängt von Brüstungshöhe und Absturzhöhe ab – nennen Sie uns diese Angaben, dann prüfen wir das mit.
Ob Sicherheitsglas vorgeschrieben ist, entscheidet die Einbausituation – nicht der persönliche Wunsch. Eine pauschale „Fenster brauchen immer Sicherheitsglas“-Regel gibt es nicht. Es gibt aber typische Fälle, in denen die anerkannten Regeln der Technik (vor allem DIN 18008) Sicherheitsglas verlangen. Die folgende Übersicht ist eine Orientierung; die verbindliche Beurteilung trifft ein Fachbetrieb oder Planer anhand des konkreten Objekts und der jeweils gültigen Landesbauordnung.
Wichtig: Wir tauschen die Glasscheibe – wir sind kein statischer Prüfer und ersetzen keine bauaufsichtliche Beurteilung. Wenn Ihr Fenster eine absturzsichernde oder anderweitig geregelte Funktion hat, geben Sie das im Konfigurator an. Dann berücksichtigen wir es bei Glasaufbau und Angebot und weisen Sie darauf hin, falls für den Einbau eine fachliche Freigabe nötig ist.
| Situation | Übliche Sicherheitsglas-Wahl | Grund |
|---|---|---|
| Bodentiefes Fenster mit Absturzhöhe | VSG (absturzsichernd) | DIN 18008-4: Scheibe muss Personen zurückhalten |
| Überkopf-/Dachverglasung | VSG (nach unten) | Herabfallende Scherben vermeiden |
| Verglasung an Treppe/Podest | meist VSG | Anprall- und Absturzrisiko |
| Kita, Schule, öffentl. Bereich | ESG oder VSG | Erhöhter Verletzungsschutz gefordert |
| Gewünschter Einbruchschutz | durchwurfhemmendes VSG (P-Klasse) | Widerstand nach DIN EN 356 / RC-Konzept |
| Normales Fenster in Standardhöhe | oft frei wählbar | Keine zwingende Pflicht, aber sinnvoll möglich |
Was ein neues Sicherheitsglas fürs Fenster kostet, lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten – der Preis hängt von mehreren Faktoren ab. VSG ist in der Regel teurer als ESG, weil es aus mehreren Scheiben plus Folie besteht; höhere Sicherheitsklassen und dickere Aufbauten kosten entsprechend mehr. Auch die reine Glasfläche, der Isolierglasaufbau (2-fach oder 3-fach) und Zusatzfunktionen wie Schall- oder Sonnenschutz wirken sich aus.
Die folgende Tabelle zeigt nur die groben Preistreiber, nicht garantierte Beträge. Ihr verbindlicher Preis steht im individuellen Angebot, nachdem wir Maße, Glasart und Einbausituation geprüft haben. Grobe Spannen für Isolierglas mit Sicherheitsfunktion nach Maß bewegen sich – stark abhängig von Größe und Aufbau – häufig im Bereich von etwa 150 bis über 400 Euro pro Quadratmeter; verstehen Sie das ausdrücklich als Richtwert, nicht als Zusage.
| Kostenfaktor | Tendenz | Hinweis |
|---|---|---|
| Glasart (ESG vs. VSG) | VSG teurer als ESG | Mehrschicht-Aufbau + Folie |
| Sicherheitsklasse (P-Klasse) | steigt mit Klasse | P4A < P5A < durchbruchhemmend |
| Glasfläche / Format | steigt mit Fläche | Übergrößen kosten überproportional |
| Isolierglas-Aufbau | 3-fach > 2-fach | beeinflusst Gewicht und Preis |
| Zusatzfunktionen | je nach Wunsch | Schall-, Sonnen-, Wärmeschutz kombinierbar |
| Einbausituation / Montage | objektabhängig | Montage über Partner, separat kalkuliert |
Der Weg zu Ihrem neuen Sicherheitsglas ist bewusst einfach gehalten. Sie starten im Online-Konfigurator, geben die Maße Ihrer Scheibe, den gewünschten Glasaufbau (VSG oder ESG, 2-fach oder 3-fach) und die Funktion an – Einbruchschutz, Verletzungsschutz oder Absturzsicherung. Wenn Sie unsicher sind, welche Variante passt, wählen Sie im Zweifel die Funktion, die Ihre Situation beschreibt; die technische Feinabstimmung übernehmen wir.
Nach dem Eingang prüfen wir Maße, Glasart und Einbausituation auf Machbarkeit. Ergibt sich, dass für Ihre Öffnung ein bestimmter Aufbau nötig oder empfehlenswert ist, melden wir uns mit einem konkreten Angebot und einem Hinweis, worauf beim Einbau zu achten ist. Die Lieferung und – auf Wunsch – die Montage laufen über unsere Partner. So tauschen Sie am Ende nur die Scheibe, statt das komplette Fenster ersetzen zu müssen.
Bereiten Sie für den Konfigurator am besten Breite und Höhe der Scheibe (Glasmaß, nicht Rahmenmaß), die Anzahl der Scheiben im vorhandenen Aufbau und – bei bodentiefen Fenstern – die Absturzhöhe vor. Mit diesen Angaben können wir Ihr Angebot für das passende Sicherheitsglas fürs Fenster am schnellsten erstellen.
Wichtig: Prüfen Sie die endgültigen Maße vor der Produktion — im Zweifel messen wir gemeinsam oder ein Montagepartner nach. Sie können die Maße auch später nachreichen.
In wenigen Minuten anfragen — Maße prüfen wir gemeinsam. Kein Fenstertausch nötig.
Glasarten
Von Standard-Wärmeschutz bis Schall-, Sicherheits- und Sonnenschutz — alles als Isolierglas nach Maß.
Wärmeschutz für die meisten Fenster
Der bewährte Standard beim Glastausch: zwei Scheiben, Edelgasfüllung, Low-E-Beschichtung.
Maximaler Wärmeschutz
Drei Scheiben, zwei Gaszwischenräume — niedrigster Ug-Wert für spürbar wärmere Fenster.
Heizkosten senken, kalte Fenster beheben
Low-E-Isolierglas, das Wärme im Raum hält — als 2-fach oder 3-fach.
Ruhe an lauten Straßen
Asymmetrischer Aufbau mit VSG dämpft Verkehrs-, Bahn- und Fluglärm deutlich.
Einbruch- & Verletzungsschutz
VSG und ESG für mehr Einbruchhemmung, Splitterschutz und Absturzsicherung.
Licht ohne Einblick
Satiniert, mattiert oder mit Ornament — Tageslicht rein, Blicke draußen.
FAQ
ESG (Einscheiben-Sicherheitsglas) ist thermisch vorgespannt und zerfällt im Bruchfall in kleine, stumpfe Krümel – gut für den Verletzungsschutz, aber ohne Resttragfähigkeit. VSG (Verbundsicherheitsglas) besteht aus mehreren Scheiben mit reißfester Folie; bricht es, halten die Scherben zusammen und die Öffnung bleibt geschlossen. Deshalb ist VSG Standard bei Absturzsicherung und Einbruchhemmung.
Absolut einbruchsicher ist kein Fenster. Durchwurf- oder durchbruchhemmendes VSG erhöht aber den Widerstand und verzögert einen Einbruchversuch. Entscheidend ist das gesamte geprüfte Fenster nach Widerstandsklasse (RC) – Rahmen, Beschläge und Glas zusammen. Ein reiner Glastausch verbessert den Schutz, ergibt aber allein noch keine zertifizierte RC-Klasse.
In der Regel bei absturzsichernden Verglasungen (etwa bodentiefe Fenster mit Absturzhöhe), bei Überkopfverglasungen und in Bereichen mit erhöhtem Verletzungsrisiko – geregelt vor allem über DIN 18008. Ob es Pflicht ist, hängt von der konkreten Einbausituation und der jeweils gültigen Landesbauordnung ab. Die verbindliche Beurteilung trifft ein Fachbetrieb oder Planer; wir tauschen die Scheibe entsprechend.
In vielen Fällen ja. Wenn Rahmen und Beschläge in Ordnung sind und die Einbausituation es zulässt, ersetzen wir nur die Verglasung durch ein passendes Sicherheits-Isolierglas nach Maß. Geben Sie Ihre Maße und die gewünschte Funktion im Konfigurator an – wir prüfen die Machbarkeit und melden uns mit einem Angebot.
Für Einfamilienhäuser empfiehlt die polizeiliche Beratung in der Regel mindestens RC 2. Dazu gehört meist eine durchwurfhemmende Verglasung der Klasse P4A nach DIN EN 356. Für höhere Ansprüche kommen RC 3 mit P5A oder darüber infrage. Aktuelle Empfehlungen und mögliche Förderungen prüfen Sie am besten bei der polizeilichen Beratung und – je nach Programmstand – bei der KfW.
VSG kann den Schallschutz tendenziell günstig beeinflussen, weil die Verbundfolie Schwingungen dämpft. Für gezielten Schallschutz gibt es jedoch speziell ausgelegte Aufbauten. Wenn Ihnen Ruhe wichtig ist, lässt sich die Sicherheitsfunktion mit einem Schallschutzaufbau kombinieren – geben Sie das im Konfigurator einfach mit an.
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